Michail Pirgelis

Foto: Memory Games, 2017 Aluminium, Titan, Lack 414 × 395 × 120 cm © Michail Pirgelis Courtesy Sprüth Magers, Foto Tino Kukulies und Mareike Tocha

Michail Pirgelis


ECHO, 2022
Aluminium, Titan, Lack / Aluminum, titanium, varnish, 308 x 490 x 290 cm

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Der Bildhauer Michail Pirgelis (*1976 in Essen, lebt in Köln) arbeitet bevorzugt mit Fragmenten von ausrangierten Passagierflugzeugen, die er auf Flugzeugfriedhöfen in der Mojave-Wüste und Arizona aufspürt, wo sie zur Demontage und Weiterverwertung deponiert werden. Die deutlich sichtbaren Abnutzungs- und Witterungsspuren auf der Außenhaut seiner imposanten Skulpturen lässt der Künstler bewusst stehen. So beziehen seine Werke ihre eindringliche Präsenz aus ihrer Materialität: Dabei kommt eine Ästhetik zum Tragen, die ein Zusammenspiel zwischen martialischer Anarchie und erhabener Schönheit erzeugt. Beunruhigend fragil wirkt hingegen die Hülle des Flugzeugkörpers, die der Künstler entkernt hat, wodurch neue Elemente und Details freigelegt werden.

Mit seiner Skulptur „ECHO“ reagiert der Künstler unmittelbar auf den Ort. Hier im Lantz’schen Park, der sich mitten in der Einflugschneise des Düsseldorfer Flughafens befindet, spielt der Künstler mit dem Titel auf den Hall der darüber fliegenden Flugzeuge an. Dabei erscheint das Fragment in der Natur wie eine futuristische Behausung und erinnert zugleich an ein Relikt aus einer vergangenen Zeit – irgendwo zwischen funktionaler Architektur, industriellem Produkt und skulpturalem Objekt.

 

 

 

 

Sculptor Michail Pirgelis (born in Essen in 1976, lives in Cologne) mainly works with fragments of retired passenger planes. He finds them in aircraft boneyards in the Mojave Desert and Arizona, where they’re stored so that their components can be removed and reused. He deliberately leaves the clearly visible signs of wear and weathering on the outer skin of his imposing sculptures, which hence derive their haunting presence from their materiality. An aesthetic emerges created by the interplay between martial anarchy and sublime beauty. By contrast, the shell of the fuselage, which has been gutted by the artist to reveal new elements and details, appears disconcertingly fragile.

In his sculpture “ECHO,” Pirgelis is responding directly to the location. Here in Lantz’sche Park, in the middle of the approach path of Düsseldorf Airport, the title alludes to the reverberation of the planes flying overhead. The fragment appears in its natural setting like a futuristic dwelling, and is also evocative of a relic from a bygone era, somewhere between functional architecture, industrial product, and a work of sculpture.

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