Projekt

Lantz'scher Skulpturenpark 2023

Foto: Katja Illner

Der Galerist Alfred Schmela (1918–1980) eröffnete 1975 im Herrenhaus des Lantz‘schen Parks seine „Galerie im Park“ und machte aus der 14,5 ha großen Grünanlage im Stadtteil Lohausen einen Skulpturenpark mit musealen Werken.

Auf Initiative von Gregor Jansen, Leiter der Kunsthalle Düsseldorf, wurde diese Idee mit dem „Lantz’schen Skulpturenpark Lohausen 2020“ wiederbelebt. Ein Mix von skulpturalen Positionen u.a. von Rita McBride, Bogomir Ecker, Martin Pfeifle und Chistian Odzuck sowie diversen künstlerischen Performances mit Tanz, Theater und Kochen fand hohen Zuspruch in der Bürgerschaft. Das von der Kunstkommission der Stadt Düsseldorf geförderte Projekt wird seitdem in einem jährlichen Rhythmus fortgeführt. Unter Verwendung eines maximal offenen Ansatzes und in Abstimmung mit der Kunstkommission werden kuratorische Konzepte entwickelt, die wiederum mittels Skulpturen und/oder performativen Ansätzen die Rolle von Kunst im öffentlichen Raum, Land Art und Happening untersuchen.

Nach dem sehr erfolgreichen Start in den letzten Jahren soll der Lantz`sche Park  jährlich immer wieder erneut als Bühne für künstlerisch und gesellschaftlich aktuelle Positionen fungieren. Für 2022 konnte das  Kuratorinnenteam Friederike Fast (*1975 in Bielefeld) und Lea Schleiffenbaum (*1985 in Luzern) gewonnen werden.

Kuratorin 2023:
Lynhan Balatbat Helbock

mehr Informationen in Kürze

Permanente Skulpturen
im Lantz’schen Skulpturenpark

"wynfrith me caesit - herman me recreavit"
Herman de Vries

Perseus mit dem
Medusenhaupt
Ludwig Vordermayer

Ohne Titel
Erwin Heerich
zur Zeit nicht zu sehen

Attic
Kenneth Capps

Ohne Titel
Michael Gitlin

Dumme Kiste
Meuser

Dreiteilige Vertikale
Peter Schwickerath

Archiv

Kuratorinnen 2022:
Friederike Fast und Lea Schleiffenbaum

Friederike Fast und Lea Schleiffenbaum

Friederike Fast und Lea Schleiffenbaum kennen sich seit 2013 und haben seitdem mehrere Projekte miteinander realisiert.

Foto:   Veit Mette

Friederike Fast (*1975 in Bielefeld) studierte Fotografie in Dortmund sowie Kultur-, Kommunikations- und Medienwissenschaften in Leipzig. Sie arbeitete in einer Galerie für zeitgenössische Kunst in New York und ist aktuell als Kuratorin am Museum Marta Herford tätig, das sie 2005 mit eröffnete. Als Ausstellungsmacherin realisierte sie zahlreiche Projekte im In- und Ausland, darunter auch Kunstprojekte im öffentlichen Raum wie ›5 Tore / 5 Orte‹ mit dem Künstler Dennis Oppenheim. In den letzten Jahren lehrte sie außerdem an der Universität Paderborn. Ihre Arbeit ist geprägt von gesellschaftspolitischen Themen sowie von experimentellen Ausstellungs- und Vermittlungsformaten, die den Ort auf überraschende Weise mit einbeziehen. 2011 erhielt sie als Kokuratorin der Ausstellung ›Wir sind alle Astronauten — Richard Buckminster Fuller im Spiegel zeitgenössischer Kunst‹ den Justus Bier Preis für Kuratoren der Helga Pape-Stiftung.

Als Mediatorin für die Neuen Auftraggeber setzt Lea Schleiffenbaum (*1985 in Luzern) Projekte im öffentlichen Raum um. Gesellschaftliche Teilhabe und die Formulierung individueller und kollektiver Bedürfnisse und deren Spiegelung in der zeitgenössischen Kunst stehen im Zentrum des Programms der Neuen Auftraggeber. Diesen Ansatz verfolgt Lea Schleiffenbaum auch in ihrer kuratorischen Arbeit. Neben ihrer Tätigkeit als Mediatorin ist sie als freiarbeitende Kuratorin tätig, unter anderem am ZK/U — Zentrum für Kunst und Urbanistik in Berlin. Lea Schleiffenbaum hat an der School of the Art Institute in Chicago und an der Westminster University in London studiert. Sie lebt in Berlin und arbeitet deutschlandweit.

Temporäre Skulpturen im
Lantz’schen Skulpturenpark 2023

Gili Avissar

Anne Duk Hee Jordan

Lena von Goedeke

Philipp Modersohn

Navid Nuur

Kollektiv orangotango

Michail Pirgelis

Annika Rixen

Adrien Tirtiaux

Shira Wachsmann

Martin Walde

Nathow & Geppert Gestaltung, Bielefeld

Terra incognita – Fragen an die Erde

Beteiligte Künstler*innen: Gili Avissar, Anne Duk Hee Jordan, Lena von Goedeke,  Philipp Modersohn, Navid Nuur, Kollektiv orangotango, Michail Pirgelis, Annika Rixen, Adrien Tirtiaux, Shira Wachsmann, Martin Walde

Kuratorische Leitung: Friederike Fast und Lea Schleiffenbaum

Eröffnung: 11. Juni 2022, ab 16 bis 22 Uhr
Dauer der Ausstellung: 12. Juni bis 21. August 2022

Der Begriff „Terra incognita“ (lat. „unbekanntes Land“) stammt ursprünglich aus der Zeit der Seefahrer und Entdeckungsreisenden. Er bezeichnet Gebiete auf der Erde, die noch nicht beschrieben, kartografiert oder erkundet sind. Diese unerforschten Landstriche waren in der Vergangenheit oftmals Projektionsfläche für fantasievolle Erzählungen. So wurden sie auf historischen See- oder Landkarten auch in Form von Drachen oder anderen Fabelwesen verkörpert. Heute sind es vor allem fremde Planeten, die als unbekanntes Terrain gelten. Im Sommer 2020 landete die chinesische Marssonde Tianwen 1 in der Tiefebene „Utopia Planitia“ auf dem Mars, um nicht nur wissenschaftliches, sondern auch planetarisches Neuland zu betreten. Ihr Name „Tianwen“ bedeutet ins Deutsche übersetzt soviel wie „Fragen an den Himmel“. Während die internationale Raumforschung bereits an der Marsbesiedlung arbeitet, richtet die Ausstellung Terra incognita — Fragen an die Erde den Blick auf die Wunder und Rätsel dieses Planeten. Das Projekt betrachtet den Lantz’schen Park als einen „weißen Fleck“, den es neu zu erkunden gilt und zwar mit den Mitteln der Kunst.

Im 19. Jahrhundert im Stil englischer Landschaftsgärten angelegt, repräsentiert der Lantz’sche Park eine Idealvorstellung von Natur. Anders als bei den französischen, klar strukturierten Gärten suggeriert seine lockere Anordnung bei den Besucher*innen das Gefühl, ein idyllisches, organisch gewachsenes Stück Natur zu betreten. Als eine sorgfältig choreografierte Landschaft suggeriert der Park eine perfekte Symbiose zwischen Mensch und Umwelt, die es in dieser Form jedoch längst nicht mehr gibt.

Wenn heute von dem geologischen Zeitalter des Anthropozäns die Rede ist, wird der Mensch als ein zentraler Einflussfaktor aufgefasst, der die Welt nicht nur bewohnt, sondern nachhaltig formt und verändert. Angesichts fortschreitender Erderwärmung und dem sich abzeichnenden Artensterben wird seine Verantwortung schmerzlich deutlich. Die bewusste Gestaltung der Beziehung zwischen Mensch und Natur stellt daher eine der großen Herausforderungen unserer Zeit dar und erfordert ein neues Selbstverständnis, das den Menschen mitten in der Welt verortet, als inhärenter Teil eines komplexen ökologischen Systems.

Neben unmittelbaren, physisch-sinnlichen Erfahrungen prägen heute zunehmend digital erzeugte Bilder die Vorstellungen von Natur. Ganz gleich ob durch Satelliten- oder Radaraufnahmen, Natur begegnet uns nicht mehr nur in Form von Karten und Modellen, sondern als angehäufte Datenreihen und Statistiken, die zwar exaktes Wissen und Kontrolle suggerieren, jedoch weitestgehend abstrakt bleiben. Ob sie am Ende zu einem nachhaltigeren Umgang mit der Natur führen oder welche alternativen Zugänge zur Natur es gibt, bleibt daher offen.

Terra Incognita — Fragen an die Erde widmet sich den heutigen „weißen Flecken“ auf der Erde. Die Ausstellung im Lantz’schen Park vereint Skulpturen, Installationen, Performances und Veranstaltungen, die sich mit offenem und neugierigem Blick mit der spezifischen Gestalt des Ortes, seiner Flora und Fauna aber auch mit seiner Sozialstruktur und Funktion als Ort des Innehaltens und der Regeneration auseinandersetzen. Die Künstler*innen „erobern“, „erforschen“ und „besetzen“ ihn für die Dauer von zwei Monaten mit dem Ziel, ein Remapping dieses Territoriums anzuregen, um sich neu zu verorten.

Das Projekt wird zusätzlich gefördert von:

       

Sponsor:

Kooperationspartner:

       

Termine und
Veran­staltungen
2022

Das Veranstaltungsprogramm findet an drei Wochenenden statt und erstreckt sich über die gesamte Ausstellungsdauer.

Alle Veranstaltungen sind kostenfrei.

Im Rahmen der Ausstellung lädt der Förderverein Lantz‘sche Kapelle Lohausen e.V. zur Besichtigung der Kapelle ein. Die Öffnungszeiten finden Sie hier.

Nathow & Geppert Gestaltung, BielefeldTerra incognita – Questions for the Earth

Participating artists: Gili Avissar, Anne Duk Hee Jordan, Lena von Goedeke, Philipp Modersohn, Navid Nuur, Collective orangotango, Michail Pirgelis, Annika Rixen, Adrien Tirtiaux, Shira Wachsmann, Martin Walde

Curatorial directors: Friederike Fast and Lea Schleiffenbaum

Opening: June 11, 2022, 4-10pm
Exhibition duration: June 12 through August 21, 2022

The term “terra incognita” (lat. “unknown terrain”) dates back to the age of mariners and voyages of discovery. It refers to places on Earth that were not yet described, mapped, or explored. In the past, many imaginative narratives were projected onto these unexplored regions. Thus, in historical maps of the land or the sea they were often portrayed in the form of dragons or other fabled creatures. Today, it is above all foreign planets that count as uncharted terrain. In the summer of 2020, the Chinese Mars rover Tianwen 1 landed on the low plain of “Utopia Planitia” on Mars, thus entering not only new scientific but also new planetary territory. Its name “Tianwen” means as much as “Questions to the Heavens”. While international research into outer space is already working on colonizing Mars, the exhibition “Terra incognita – Questions for the Earth” addresses the marvels and enigmas of our planet. The project considers the Lantz’sche Park as uncharted territory that needs to be explored – namely by means of art.

Designed in the 19th century in the style of an English landscape garden, Lantz’sche Park represents an idealized notion of nature. Unlike French gardens with their clear layouts, its leisurely ground plan gives viewers the feeling of entering idyllic, organically choreographed countryside. As a carefully choreographed landscape, the park intimated a perfect symbiosis of humans and the environment that has long since ceased to exist in this form.

When we talk today of the geological age of the Anthropocene, then we are assuming humans as a key factor influencing the planet, not just by inhabiting it, but by enduringly shaping and changing it. Humans’ responsibility is becoming painfully apparent in the form of given ongoing global warming and the emerging negative impact on biodiversity. One of the major challenges of the day is therefore to consciously design the relationship between humans and nature. This calls for us to adopt a new understanding of ourselves that locates humans in the world, as an intrinsic part of a complex ecological system.

In addition to the direct, physical, sensory experiences, today it is increasingly digitally generated images that define our concepts of nature. Be they images captured by satellite or by radar, we no longer encounter nature only through maps and models, but as aggregated data series and statistics that, while suggesting we have exact knowledge and control at our fingertips, actually remain largely abstract. Whether they lead in the final instance to a more sustainable relationship to nature or what alternative approaches to nature exist is therefore a moot point.

“Terra Incognita — Questions for the Earth” focuses on the “uncharted spaces” on Earth today. The exhibition in Lantz’sche Park combines sculptures, installations, performances and events, all of which address the specific face of the place, its flora and fauna, as well as its social structure and its function as a place to tarry and recuperate – with an open and inquisitive mind. The artists will “conquer”, “explore” and “occupy” the park for a period of two months, all with the intention of encouraging a remapping of this territory in order for us to redefine our place in and with nature.

Additionally funded by

       

Benefactor:

Cooperationpartner:

   

Friederike Fast und Lea Schleiffenbaum

Friederike Fast and Lea Schleiffenbaum first met in 2013 and they have since realized several projects together.

Foto:   Veit Mette

Friederike Fast (born in 1975 in Bielefeld) studied Photography in Dortmund as well as Cultural, Communications and Media Studies in Leipzig. She worked in a gallery for contemporary art in New York and is currently curator at Museum Marta Herford, where she is one of the members of staff active since its foundation in 2005. As an exhibition organizer she has realized countless projects inside and outside Germany, including art projects in the public space such as “5 Gates / 5 Places” with artist Dennis Oppenheim. In recent years, she has also lectured at Paderborn University. Her work is strongly influenced by socio-political topics and experimental exhibition and education formats that incorporate the respective space in surprising ways. In 2011, as co-curator of the exhibition “We are all Astronauts — Universe Richard Buckminster Fuller Reflected in Contemporary Art”, she was awarded the Helga Pape Foundation’s Justus Bier Prize for Curators.

As a mediator for The New Patrons, Lea Schleiffenbaum (born in 1985 in Lucern) focuses on public art projects. Social participation and the formulation of individual and collective needs and their reflection in contemporary art are at the heart of The New Patrons’ program. Lea Schleiffenbaum also follows this approach in her curatorial work. Alongside her work as a mediator, she works as a freelance curator, among others at ZK/U — Zentrum für Kunst und Urbanistik in Berlin. Lea Schleiffenbaum studied at the School of the Art Institute in Chicago and at Westminster University in London. She lives in Berlin and works nationwide.

Temporary sculptures
Lantz’schen Skulpturenpark 2022

Gili Avissar

Anne Duk Hee Jordan

Lena von Goedeke

Philipp Modersohn

Navid Nuur

Kollektiv orangotango

Michail Pirgelis

Annika Rixen

Adrien Tirtiaux

Shira Wachsmann

Martin Walde

Dates and
Events
2022

The event program for the exhibition “Terra Incognita — Questions for the Earth” expands over three weekends across the entire duration of the exhibition.

All events are out of charge.

On the occasion of the exhibition, the Förderverein Lantz’sche Kapelle Lohausen e.V. invites you to visit the chapel. You can find the opening hours here.

Kurator*innen 2021:
Victoria Tarak und Sean Mullen

Temporäre Skulpturen im
Lantz’schen Skulpturenpark 2021

Dominique Gonzalez-Foerster
Untitled (Family Schmela
after Family Stillpass), 2021

José Montealegre
The Sundial;
Story Five, 2021

Kinga Kiełczyńska
Hidden Interface, 2021

Klara Kayser
Wherever you are, 2021

Mikołaj Sobczak
Die Vögel, (The Birds), 2021

Mira Mann
Panoscene, 2021

Rindon Johnson &

Jordan Loeppky-Kolesnik

Sami Schlichting,
various curses,
Stahl, 2021

Daniel Dewar &
Grégory Gicquel
Nudes XI, 2020
Nudes X, 2020

Anna Budniewski
Briefkasten, 2021

Termine und
Veran­staltungen
2021

Kurator 2020:
Dr. Gregor Jansen

Temporäre Skulpturen im
Internationalen Lantz’schen
Skulpturenpark 2020

Orbis
von Martin Pfeifle

I don‘t want to ruin

your willpower
von Christian Odzuck

Mae West Conical
Shapes Template
von Rita McBride

Stammheimer Kette
von Gesine Grundmann

vedere
Bogomir Ecker

The park is mine

von Julia Bünnagel
& Patrick Rieve

Termine und
Veran­staltungen
2020