Wettbewerb

Interdisziplinärer Ideenwettbewerb - Integration Schallschutz in die Stadt beim RRX

Foto: Thomas Stricker

Die Herausforderung

Es ist geplant 25 Kilometer neue Schallschutzwände (SSW) zu errichten, mit 4-6 Meter über Schienenoberkante, in weiten Teilen auf einem exponierten Damm in der +1-Ebene sowie im Bereich von sechs S-Bahn-Haltestellen, für eine der wichtigsten und am meisten befahrenen Eisenbahnstrecken in Deutschland, die in Nord-Süd-Richtung mitten durch die Landeshauptstadt Düsseldorf führt.; eine Strecke entlang erster Ansiedlungen, durch die offene Landschaft in die Stadt hinein, vorbei an industriell und kleingewerblich genutzten Baugebieten, hochwertigen Bürobauten, intensiv genutzten Freiflächen und Grünanlagen, nachbarschaftlich geprägten Sport- und Kinderspielplätzen sowie vor allem entlang dicht anliegender heterogen gebauter und hochverdichteten Wohnquartiere mit tausenden direkten Anwohnenden. Der Bau von Schallschutzmaßnahmen entlang dieser innerstädtischen Strecke dient dem aktiven sowie passiven Lärmschutz der Bürger*innen und ist alternativlos. Einerseits wird er seit Jahrzehnten von der Stadt und den Bahnanwohner*innen eingefordert, andererseits stellt er eine massive Veränderung im Stadtbild und im Stadtleben dar, ebenso wie Trassenverbreiterungen, Verlängerungen von Unterführungen und die Einschränkung von Sichtbeziehungen zu Bahnsteigen sowie die Veränderung der Umfelder von Bahnhofssituationen die Folge sind.

Hieraus folgt eine städtebaulich-gestalterische Aufgabe ohne Beispiel.

The plan is to erect 25 kilometres of new noise barriers (NB), 4-6 metres above rail level, in large parts on an exposed embankment in the +1 level as well as in the area of six S-Bahn stops, for one of the most important and busiest railway lines in Germany, which runs in a north-south direction through the middle of the state capital Düsseldorf. A route along first settlements, through the open countryside into the city, past industrial and small commercial construction areas, high-value office buildings, intensively used open spaces and green areas, neighbourhood sports grounds and children’s playgrounds, and above all along densely located heterogeneously built and high-density residential neighbourhoods with thousands of direct residents. The construction of noise protection measures along this inner-city route serves the active as well as passive noise protection of the citizens and is without alternative. On the one hand, it has been demanded by the city and the railway residents for decades, on the other hand, it represents a massive change in the cityscape and in urban life, just as the widening of tracks, the extension of underpasses and the restriction of sight lines to platforms as well as the alteration of the surroundings of railway station situations are the consequence.

This results in an urban planning and design task without precedent.

 

Präqualifikationsphase / Prequalification phase

Nicolas Grosch, Düsseldorf

Aufforderung zur Präqualifikation

Präqualifikationsunterlage

Mit dem Projekt Rhein-Ruhr-Express (RRX) realisiert die Deutsche Bahn AG eines der bedeutendsten Eisenbahninfrastrukturprojekte des Landes Nordrhein-Westfalen. Zur Realisierung dieses Projektes ist die Errichtung neuer Lärmschutzmaßnahmen aufgrund des Lärmimmissionsschutzgesetzes zwingend erforderlich. Im dicht besiedelten Stadtgebiet der Landeshauptstadt Düsseldorf werden die geplanten Lärmschutzwände durchschnittlich 4 – 5 m hoch sein und eine Gesamtfläche von rund 125.000 Quadratmetern auf einer Länge von mehr als 25 km umfassen. Dies stellt eine große städtebauliche Herausforderung dar.

Um diesen komplexen Anforderungen gerecht zu werden, wird vom Oberbürgermeister der Landeshauptstadt Düsseldorf, vertreten durch die Kunstkommission, in Kooperation mit der Deutschen Bahn ein interdisziplinärer Wettbewerb für Kunst, Städtebau, Architektur, Ingenieurwesen und Forschung ausgelobt . Ziel ist es, den Lärmschutz so weit wie möglich in das entsprechende städtische Umfeld bzw. Störeinflüsse auf das Stadtbild zu kompensieren und diesen Stadtteil positiv aufzuladen und zu prägen

Der Wettbewerb ist ein interdisziplinärer, nicht offener, einphasiger Konzeptwettbewerb für Teams aus Künstlern, Architekten oder Stadt- und Landschaftsplanern mit Ingenieuren.
13 Teams werden teilnehmen, 6 davon werden von den Organisatoren platziert. 7 weitere Teams werden über ein Präqualifikationsverfahren gefunden.

Insgesamt werden 293.000 Euro vergeben. Die abschließende Jurysitzung ist für das Frühjahr 2023 geplant. Weitere Details entnehmen Sie bitte der Internetseite unseres Betreuungsbüros.

Falls wir Ihr Interesse wecken konnten, würden wir uns freuen, wenn Sie sich bei unserem Betreuungsbüro ISR bewerben.

Projektbetreuung

ISR – Innovative Stadt- und Raumplanung GmbH in Haan

Präqualifikationsunterlage

Termine 2022

01.04.22
Aufruf zur Präqualifikation
31.05.2022
Ende Bewerbungsfrist
16.08.2022
Auswahl Teilnehmende