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02/04/2019
Erinnerungsort

Gedenkort für die Erinnerung und Akzeptanz von geschlechtlicher und sexueller Vielfalt

Infoveranstaltung der Kunstkommission zum laufenden Wettbewerb hat am Montag, 1. April, stattgefunden

Die Infoveranstaltung der Kunstkommission Düsseldorf zum „Ort für die Erinnerung und Akzeptanz von geschlechtlicher und sexueller Vielfalt“ in der Düsseldorfer Kunsthalle stieß am Montag, 1. April, auf gute Resonanz. Rund 40 Kunstschaffende und Interessierte folgten der Einladung der Kunstkommission Düsseldorf, sich über den Wettbewerb zu einem Ort der Erinnerung an der Rheinuferpromenade ausgiebig zu informieren.

Die Kunstkommission lobt im Auftrag des Kulturausschusses der Landeshauptstadt Düsseldorf derzeit einen zweistufigen Wettbewerb mit geladenen Kunstschaffenden aus. Moderiert wurde die Infoveranstaltung von der Sprecherin des „Forum Düsseldorfer Lesben-, Schwulen-, Bi- und Trans*- Gruppen“ Gabriele Bischoff sowie den Mitgliedern der Kunstkommission Katharina Monka und Christoph Westermeier. Der Vorsitzende der Kunstkommission Jörg-Thomas Alvermann erörterte zu Beginn der Veranstaltung das zweistufige Wettbewerbsverfahren und die Auswahl der teilnehmenden Kunstschaffenden: „Es war uns wichtig, ein hochkarätiges internationales Teilnehmerfeld für die Aufgabe zu gewinnen.“ So beteiligen sich unter anderen der Düsseldorfer Konzeptkünstler Mischa Kuball sowie Sharon Hayes (New York), Lena Henke (Frankfurt/New York) und Erez Israeli (Tel Aviv).

Das Besondere an der Auslobung des Wettbewerbs ist, dass die Künstlerinnen und Künstler einen Standort oder auch mehrere Standorte beziehungsweise Räume in Rheinnähe zwischen Rheinkniebrücke und Oberkasseler Brücke frei wählen können. „Da wir keinen Ort für das Kunstwerk im Vorfeld festlegen und der Realisierungsraum an der Rheinuferpromenade zur freien Auswahl steht, ist es wichtig, dass die Künstlerinnen und Künstler sich intensiv ein Bild mvor Ort machen können“, erklärt Jörg Thomas Alvermann. Er erläutert die anstehenden Schritte des Wettbewerbs, wobei dazu als nächstes ein
umfangreicher Ortstermin mit den teilnehmenden Künstlerinnen und Künstlern organisiert wurde. Ihre Beiträge werden anschließend anonymisiert eingereicht.

Gabriele Bischoff lobte die gute Zusammenarbeit mit der Kunstkommission. Das Forum ist auch mit Stimmrecht in der Jury des Wettbewerbs vertreten. Christoph Westermeier berichtete den Anwesenden von der Vorbereitung zum Wettbewerb: „Bei der Aufgabenstellung für die Auslobung haben wir um
jedes Wort gerungen. Wir wünschen uns eine zeitgemäße künstlerische Formulierung.“ Ein Bild von den einzelnen Arbeiten der geladenen Künstlerinnen, Künstler und Künstlergruppen konnte sich das Publikum im Anschluss selbst machen. Katharina Monka und Christoph Westermeier präsentierten kurz die ausgewählten Teilnehmenden. Das Publikum nutzte dabei die Gelegenheit, über den Wettbewerb und den Umgang mit dem zukünftigen Erinnerungsort lebhaft zu diskutieren.

Ende November 2019 entscheidet die Kunstkommission über den Siegerentwurf. Mit der Realisierung kann Anfang 2020 begonnen werden. „Wir sind sehr gespannt und freuen uns auf die Wettbewerbsbeiträge der eingeladenen Künstlerinnen und Künstler“ sagt Katharina Monka. Die Veranstaltung fand in Kooperation mit dem „Forum Düsseldorfer Lesben-, Schwulen-, Bi- und Trans*-Gruppen“ statt.

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