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04/03/2021
Friedrich-Rückert-Gymnasium

Eine künstlerische Fassade für das Friedrich-Rückert-Gymnasium

Foto: Nina Beier

Im Rahmen des Kunst-am-Bau-Wettbewerbs für die Schule in Rath konnte sich der Entwurf „Territories“ von Nina Beier durchsetzen

Auf den ersten Blick scheint es, als würden Wassertropfen, getrocknete Erde oder Kieselsteine an mehreren Stellen aus der Fassade des Friedrich-Rückert- Gymnasium hervortreten. Schaut man jedoch genauer hin, entpuppen sich die unterschiedlich großen Felder als geometrisch angeordnete Keramikfliesen, deren Oberflächen lediglich mit Bildern bedruckt sind. „Territories“ lautet der Titel des Entwurfs von Nina Beier, der als Siegerentwurf aus dem Kunst-am-Bau-Wettbewerb der Kunstkommission Düsseldorf für das Gymnasium in Rath hervorgegangen ist. Die Jury lobte vor allem die Rolle der Kunst als integralem Bestandteil der Architektur. In seiner Sitzung am Donnerstag, 4. März, stimmte der Kulturausschuss der Realisierung des Projektes zu.

Umbau des Friedrich-Rückert-Gymnasiums

Im Rahmen des Bauvorhabens am Friedrich-Rückert-Gymnasiums und des Weiterbildungskollegs (Abendgymnasium) in Rath hat die Kunstkommission der Stadt Düsseldorf Mitte letzten Jahres einen geladenen, einphasigen Kunstam- Bau-Wettbewerb gestartet. Dem bundesweiten Aufruf sind an die 170 Künstlerinnen und Künstler gefolgt, 7 davon wurden zum anschließenden Wettbewerb aufgefordert. Nina Beiers Projekt ging als Siegerentwurf hervor. Beier, geboren 1975 in Aarhus, Dänemark, studierte am Royal College of Art in London. Sie lebt und arbeitet in Berlin. Für die Realisierung des Entwurfs stehen insgesamt 150.000 Euro zur Verfügung.

Die teilweise Verblendung der Fassade mit Keramikfliesen, sogenannten „tiles“, ist auf die gängigen technischen Methoden der sogenannten „Kachelung“ zurückzuführen, die für 3D-Animationen bei Computerspielen, bei Film-Animationen oder für Architekturvisualisierungen zur Datenreduktion eingesetzt werden. Im Kontext der Schule und ihrer geometrischen Architektur wirft die Arbeit spielerisch Fragen von Bild und Abbild, von digitalem und realem Raum auf. Diese „Territories“ erweitern die Architektur um eine ornamentale Ebene. Die Keramikfliesen erzeugen großzügige Zonen, denen in virtuellen Spielwelten nicht unähnlich, und werden dabei aus einem oder mehreren Mustern zusammengesetzt. Damit wird das Erscheinungsbild der Anlage aufgebrochen und es entstehen immer neue Eindrücke und Atmosphären, die die Schülerinnen und Schüler immer wieder einladen werden, neue Territorien zu erträumen.

Die Baumaßnahme umfasst neben dem Umbau und der Sanierung des Gebäudebestandes auch die Errichtung eines Erweiterungsanbaus für die naturwissenschaftlichen Bereiche und den Anbau eines weiteren Sportfeldes an die vorhandene Dreifach-Sporthalle. Das Friedrich-Rückert-Gymnasium wurde 1973 im Stil des Brutalismus errichtet.

„Territories”
Der Entwurf von Nina Beier ist als Siegerentwurf aus dem Kunst-am-Bau-Wettbewerb für das Gymnasium in Rath hervorgegangen © Nina Beier

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