Einweihung am 13. November ab 15 Uhr, Reuterkaserne Düsseldorf
Die Landeshauptstadt Düsseldorf erhält die Bronzeskulptur „Orpheus“ der Bildhauerin Luise Kimme (1939–2013) als großzügige Schenkung. Das Werk stammt aus der Privatsammlung von Herbert Hennig und Ingrid Malkalns. Ermöglicht wurde die Schenkung durch das Engagement der beiden Sammler sowie die finanzielle Unterstützung Düsseldorfer Bürgerinnen und Bürger. Gemeinsam mit der Kunstkommission der Landeshauptstadt Düsseldorf wurde die Reuterkaserne in unmittelbarer Nähe zur Kunstakademie Düsseldorf als dauerhaften Standort für die Skulptur ausgewählt. Die feierliche Enthüllung findet am Freitag, 13. November 2026, um 15 Uhr statt.
Mit der Aufstellung an der Reuterkaserne wird das Werk einer Künstlerin im Düsseldorfer Stadtraum sichtbar, die über Jahrzehnte eng mit der Kunstakademie verbunden war. Nach Stationen in London und den USA wurde Luise Kimme 1976 auf Initiative von Norbert Kricke als Professorin an die Kunstakademie Düsseldorf berufen, wo sie 26 Jahre lang lehrte. Ihr künstlerisches Schaffen umfasst insbesondere figurative Skulpturen, darunter monumentale, farbig gefasste Holzarbeiten. Einen wichtigen Schaffensort fand Kimme auf der Karibikinsel Tobago, wo sie ein eigenes Museum errichtete, das ihrem Werk gewidmet ist.
Die 1999 entstandene Skulptur „Orpheus“ greift die Gestalt des Sängers und Musikers aus der griechischen Mythologie auf. Mit ihrem Standort in Nachbarschaft zur Kunstakademie erhält das Werk einen unmittelbaren Bezug zur künstlerischen Wirkungsstätte seiner Schöpferin. Für den Bronzeguss nach der ursprünglichen Holzskulptur sowie die Aufstellung ist die Kunstgießerei Kayser GmbH in Düsseldorf verantwortlich.
Die Skulptur wird am Freitag, 13. November, um 15 Uhr an der Reuterkaserne durch den Ersten Bürgermeister der Landeshauptstadt Düsseldorf, Josef Hinkel, feierlich enthüllt. Eine Einführung in das Werk gibt Mirjam Verhey-Focke vom Gerhard-Marcks-Haus in Bremen.
Datum: Freitag, 13.11.2026 ab 15:00 h
Ort: an der Reuterkaserne, 40213 Düsseldorf, neben der Kunstakademie – nächste Parkplätze z. B. am Rheinufer/Tonhalle
Enthüllung: Josef Hinkel, 1. Bürgermeister der Landeshauptstadt Düsseldorf
Einführung: Mirjam Verhey-Focke, Gerhard-Marcks-Haus, Bremen
Initiative: Ingrid Malkalns & Herbert Hennig
Über Luise Kimme
Luise Kimme (1939-2013) wurde 1976 als Professorin für den Orientierungsbereich an die Kunstakademie Düsseldorf berufen. Die gebürtige Bremerin hatte Holz- und Steinbildhauerei in Berlin studiert und die St. Martin’s School of Art in London bei Lehrern wie Anthony Caro, Tim Scott und Phillip King besucht. Nach Lehraufträgen in Großbritannien und den USA sowie einer Gastprofessur in Turlock, Kalifornien, kannte sie den Kunstbetrieb. Dennoch entschied sie sich gegen den Trend. Keine Abstraktion, kein Eisen und Stahl, sondern figurative Bildhauerei in Eiche. Gertenschlanke Tänzer, Geisteraustreiber, Jazzmusiker, Straßenkünstler und Darsteller frei nach Personen aus dem Russischen Ballett waren ihre Sujets. Seit 1979 hatte sie ihr Studio und später ihr „Museum-Schloss“ in Tobago und verwandelte in Düsseldorf wie in der Karibik kolossale Baumstämme in Figuren, die der Folklore oder der religiösen Zeremonie nahe standen.


