Dominique Gonzalez-Foerster
Untitled (Family Schmela
after Family Stillpass), 2021

Foto: Jorge Loureiro

Dominique Gonzalez-Foerster
Untitled (Family Schmela after Family Stillpass), 2021
Wäscheständer, Kleidungsstücke

Die künstlerische Praxis von Dominique Gonzalez-Foerster entfaltet sich als eine fortlaufende Sequenz von Zeiten und Räumen, die die Betrachter*in zwischen verschiedenen Realitäten, Epochen, Orten, Erzählungen, Genealogien, Weltanschauungen und historischen Persönlichkeiten zirkulieren lässt. Ihre Inszenierungen stellen Relationen zwischen Körpern, Formen, Räumen und Zeiten her und verbinden die Besonderheiten eines Ortes mit persönlichen, literarischen, kinematografischen, architektonischen und musikalischen Verweisen. Denn ausgehend von dem Gedanken, dass Gegenstände auf eine Vielzahl von Inhalten deuten, sind auch immer bestimmte Formen von Subjektivität in sie eingeschrieben. Als die Künstlerin 1993 Stipendiatin einer Künstler*innen-Residenz in Cincinnati (USA) war, verwendete Gonzalez-Foerster weiße Kleidungsstücke aus der Garderobe der Sammler*innenfamilie Stillpass, welche die Residenz initiierte, für eine Installation. Die auf eine Wäschespinne zum Trockenen aufgehängten Objekte wurden im Kontext ihrer Präsentation zum Portrait der Familie. Für die Ausstellung out here in the wild oats amid the alien corn reinszeniert die Künstlerin die Arbeit: Nun ist es die Familie Schmela, die Gonzalez-Foerster im Jahr 1975, dem Jahr ihres Einzugs in die Villa Lantz, portraitiert. So verschachtelt die Künstlerin Zeitlichkeiten des Ortes – verknüpft Vergangenheit mit Gegenwart – und versieht den öffentlichen Raum des Parks mit einem belebten, privaten Moment aus der Vergangenheit.

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