Kunstkommission - Die Idee

Im Zuge der Gestaltung des öffentlichen Raums, insbesondere im Zuge von Stadtentwicklungsprojekten soll eine neue Planungskultur in Düsseldorf zum Tragen kommen. Dabei ist bei Projekten der Kunstkommission an die Mitarbeit von Künstler*innen im gesamten Planungsverfahren in enger Kooperation mit den anderen Beteiligten gedacht.

Eine weltoffene Stadt kann lokalen ebenso wie international orientierten künstlerischen Positionen Anlass für die künstlerische Bearbeitung konkreter Bau- und Stadtentwicklungsaufgaben, die in das Stadtbild ebenso wie in die Stadtgesellschaft hineinwirken bieten. In der Auseinandersetzung mit lokalen und globalen Perspektiven gewinnt die Stadt ihr einzigartiges Profil. Dazu gilt es in Zukunft verstärkt besonders international aktive Künstler*innen, Kuratoren*innen und kuratorische Konzepte für eine Beteiligung an Projekten in Düsseldorf zu gewinnen.

Kunst am Bau und im öffentlichen Stadtraum kann als Beitrag der Künstler*innen selbstverständlicher Teil öffentlicher Baukultur werden. Sie prägt das Stadtbild, schafft Orientierungspunkte und Identifikationsanlässe in den Quartieren und hat Teil an Entwicklungen und Veränderungen der Stadt, die sie gleichermaßen reflektiert und vergegenwärtigt. Denn Kunst steht in direkter Wechselbeziehung zu den gesellschaftlichen, politischen und wirtschaftlichen Transformationsprozessen, die unsere Gegenwart bestimmen und uns herausfordern. Kunst wirft Fragen auf und regt kontroverse Diskussionen an.

Die in der Stadt vorhandenen Kunstwerke sind Teil ihrer Kulturgeschichte, die mit neu hinzukommenden Werken fortgeschrieben wird. Insbesondere auch temporäre Kunstprojekte sind geeignet, den städtischen Kunstbestand mit den jeweils darin geborgenen zeitbedingten Gegenwartsdeutungen vor dem Hintergrund heutiger Haltungen und Vorstellungen immer wieder neu zu interpretieren und zu diskutieren. Bestandserfassung, -erhaltung und -pflege sind notwendige Voraussetzungen für eine lebendige Begegnung mit der Geschichte und den Geschichten der Stadt.

Für die Kommission wird eine Organisationsstruktur angestrebt, die aus der Arbeit lernt und Erfahrungswissen sammelt und reflektiert. Die Vorgehensweisen der Kommissionsarbeit kann so beständig weiterentwickelt und vorangebracht werden, um auf der Höhe des zeitgenössischen Fachdiskurses zu handeln.

Mit dem Ziel diese Empfehlungen umzusetzen hat der Rat der Landeshauptstadt Düsseldorf am 18. Mai 2017 die „Richtlinien der Landeshauptstadt Düsseldorf für Kunst am Bau und im öffentlichen Raum“ verabschiedet. Die Richtlinien sehen die Ernennung einer Kunstkommission, die mehrheitlich mit Kunstfachleuten besetzt ist vor, die dem Rat beratend zur Seite steht. Für die Kunstkommission wird eine Geschäftsstelle beim Kulturdezernat eingerichtet.

Die Kunstkommission berät den Stadtrat in politischer und wirtschaftlicher Unabhängigkeit, bei:

• der Realisierung von Kunstwerken im Rahmen städtischen Baumaßnahmen und im öffentlichen städtischen Raum.
• der Annahme von Schenkungen von Kunstwerken für den öffentlichen städtischen Raum.
• der Aufstellung, Versetzung und Entfernung von Kunstwerken im öffentlichen städtischen Raum.

Die Kunstkommission entscheidet über die Art von Wettbewerben und die Gewinner*innen dieser Wettbewerbe im Rahmen aller städtischer Projekten für Kunst am Bau und im öffentlichen Raum.

Zusammensetzung der Kommission

Mitglieder mit Stimmrecht:
9 Künstler*innen
6 Politiker*innen als Vertreter*innen je einer Ratsfraktion
1 Kunstwissenschaftler*in
1 Planer*in oder Architekt*in
und je nach Projekt der/die planende Architekt*in oder der/die Ideengeber*in

ohne Stimmrecht:

der/die Beigeordnete für Kultur
der/die Beigeordnete für Planen und Bauen
der/die Nutzer
der/die jeweilige Bezirksbürgermeister*in und nach Bedarf weitere Sachverständige

 

Kontakt

Landeshauptstadt Düsseldorf
Kulturdezernat
Geschäftsstelle der Kommission für
Kunst am Bau und im öffentlichen Raum
Zollhof 13
40477 Düsseldorf
Tel. + 49 (0) 211 8 92 41 61

kunstkommission(at)duesseldorf.de
www.kunstkommission-duesseldorf.de