Kunstkommission geht neue Wege

27. August 2019

Kunst-am-Bau am Franz-Jürgens-Berufskolleg

Neues Beteiligungsformat für Schule und Schüler in eigenen Werkstätten

Düsseldorf. Im Rahmen der Schulbau-Maßnahmen in Düsseldorf erhält das Franz-Jürgens-Berufskolleg an der Redinghovenstraße ein neues Schulgebäude und eine Mehrfachturnhalle. Die Schule hatte sich in diesem Zusammenhang schon vor Monaten an die Kunstkommission Düsseldorf gewandt, um dort ein Kunst-am-Bau-Projekt zu realisieren.

 

Die Voraussetzungen sind optimal, denn in unmittelbarer Nähe zum Neubau liegen auf dem Schulgelände zahlreiche Werkstätten, in denen schwerpunktmäßig verschiedene Bereiche der Metallverarbeitung in Theorie und Praxis gelehrt werden. Die gut ausgestatteten Arbeitsräume bieten eine ideale Basis, Modelle, Materialforschung und Muster für mögliche Kunstwerke direkt vor Ort zu entwickeln und herzustellen. Ganz im Sinne der Lehrer*innen und der Schulleitung können damit auch die Schüler*innen an den künstlerischen und handwerklichen Prozessen direkt beteiligt werden.

Aufgrund dieser günstigen Konstellation entstand in der Kunstkommission die Idee, eine neue Form des Wettbewerbs und der Beteiligung zu starten. Vier Künstler*innen verpflichten sich in diesem neuen Verfahren, über den Zeitraum eines Schulhalbjahres mit einer festen Projektgruppe intensiv zusammenzuarbeiten. Die Berufsschüler*innen sollen an allen Prozessen der Kunstwerke beteiligt werden. Um eine hohe Akzeptanz zu erreichen, werden nach einer halbjährigen Phase der gemeinsamen Planung, Entwicklung und Dokumentation alle Modelle und Entwürfe in der Schule ausgestellt und innerhalb der Schulgemeinschaft diskutiert. Am Ende gibt das Franz-Jürgens-Berufskolleg eine begründete Empfehlung über die Realisierung der Arbeiten ab. Diese dient dann als Basis für die Entscheidung der Kunstkommission.

Für die Realisierung des Kunstwerks bzw. der Kunstwerke stehen 100.000 € zur Verfügung. Die beteiligten Künstler*innen erhalten wegen des erhöhten zeitlichen Aufwands mit Lehrtätigkeit ein Honorar von 8.000 €. Mit einem Ergebnis ist im Sommer 2020 zu rechnen.

Im Schulausschuss löste die Honorierung der eingeladenen Künstler*innen eine Debatte über die Angemessenheit von Honoraren für die beteiligten Künstler*innen aus (siehe Bericht in der NRZ).

Bericht in der NRZ vom 28. August 2019

 

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