Klangkünstler Leif Inge präsentiert „9BeetStretch“

26. April 2019

Die geschäftige U-Bahnstation an der Heinrich-Heine-Allee erfährt von
Montag, 29. April, bis Sonntag, 12. Mai, eine akustische Entschleunigung: Im
„Auditorium“ des U-Bahnhofs der Wehrhahnlinie an der Heinrich-Heine-Allee,
am Aufgang zur Königsallee, werden die Fahrgäste dann mit der
Klanginstallation „9BeetStretch“ des norwegischen Künstlers Leif Inge
empfangen.

 

Die Installation ist ein Part der fünfteiligen Soundreihe, bei der die U-Bahnstation der Wehrhahn-Linie mit den Klängen verschiedener Künstler bzw. Künstlerinnen bespielt wird. Kuratiert wird die Reihe von Ralf Brög, der die neuen Zugänge des U-Bahnhofes sowohl visuell als auch akustisch für wechselnde Klang- und Soundbeiträge gestaltet hatte. Auf den Weg gebracht wurde die Aktion von der Kunstkommission Düsseldorf.

In „9BeetStretch“ dehnt der Klangkünstler mittels digitaler Technologie die 9. Symphonie von Ludwig van Beethoven auf die Länge von 24 Stunden. Das Besondere daran ist, dass dies geschieht, ohne die Tonhöhen oder Frequenzen der Klänge zu verändern. Durch diese scheinbar simple Modifikation entsteht ein radikal neues und vollkommen eigenständiges Tonstück. „9BeetStretch“ lässt sich mit dem Blick durch ein Mikroskop vergleichen. Denn durch die zeitliche Dehnung überschreiten Proportionen von Dauer, Rhythmik und Bewegung den Horizont menschlicher Wahrnehmungsfähigkeiten: Beethovens Symphonie ist in seiner Gänze nicht mehr zu erkennen, stattdessen treten das reiche Innenleben und die kleinsten Interaktionen der Klänge hervor. Leif Inge: „Indem ich Beethovens Neunte
dehne, dehne ich nicht einfach irgendein Musikstück, ich dehne Musikgeschichte.“
Die 2002 entstandene und seitdem weltweit aufgeführte Stretch-Version von Beethovens ikonischen Vermächtnisses wird erstmalig außerhalb eines Konzertsaales oder Museums im öffentlichen Raum präsentiert.

Um dem interessierten Publikum die Möglichkeit zu geben, dem vollständigen Werk zu lauschen, wird das Stück parallel zum „Auditorium“ in der Düsseldorfer Kunsthalle, Grabbeplatz 4, von Samstag, 4. Mai, 16 Uhr, bis Sonntag, 5. Mai, 16 Uhr, in voller Länge aufgeführt. Der Eintritt ist frei.

Alle „Drei Modellräume“ des U-Bahnhofes Heinrich-Heine-Allee sind mit einem
hochwertigen Soundsystem ausgestattet, das verschiedenartigste akustische
Interventionen ermöglicht. Diese sollen im Rahmen der Veranstaltungsreihe
der Kunstkommission Düsseldorf facettenreich von wechselnden Komponisten
und Soundkünstlern bespielt werden. Nach Kurt Dahlke und Waltraud Blischke
ist Leif Inge der dritte Künstler, der im „Auditorium“ausstellt.

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